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Flugmuseum Messerschmitt Blog

Blog Beiträge des Flugmuseum Messerschmitt

19. September 2014 / Manching / Enthüllung des neu aufgebauten Cockpits der Me 108, getreu dem Original aus dem Jahre 1938

19. September 2014 / Manching / Enthüllung des neu aufgebauten Cockpits der Me 108, getreu dem Original aus dem Jahre 1938

Die Idee wurde 2012 während der ILA in Berlin geboren. Volker Radon, damaliger Betriebsleiter des Flugmuseum Messerschmitt, erläuterte seine Gedanken gegenüber der Messerschmitt Stiftung. Wenig später übertrug der Vorsitzende des Vorstandes, Dr. Hans Heinrich von Srbik, das Projekt zur Wiederherstellung des Originalcockpits der legendären Me 108 dem erfahrenen Experten-Team im Flugmuseum. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Me 108 der Messerschmitt Stiftung bereits seit Jahren im Flugbetrieb, jedoch mit einer Instrumententafel die nicht dem Original entsprach.

 

Die Anforderungen an das Team waren unmissverständlich und paradox zugleich: Der Aufbau des Cockpits sollte so detailgetreu wie möglich an das Original aus dem Jahre 1938 heranreichen, dabei jedoch keinerlei Kompromisse in den Kriterien aktueller Anforderungen an die Flugsicherheit beinhalten. Keine leichte Aufgabe also für die Ingenieure und Techniker des Flugmuseum Messerschmitt.

Das heute in Manching präsentierte Ergebnis hat die Erwartungen in mehrfacher Hinsicht übertroffen. Nach zwei Jahren intensiver Arbeit ist der Bogen zwischen Referenz und zeitgemäßer fliegerischer Realität sinnvoll gespannt. Das Instrumentenbrett entspricht optisch nahezu dem Original aus dem Jahre 1938. Alle Details sind im Originalhandbuch der Me 108 sehr gut dokumentiert. Folgerichtig kamen bei den historischen Instrumenten Originalteile zum Einsatz, welche vor dem Einbau instandgesetzt wurden.

Der sinnvolle Tribut an die heutigen Flugsicherheitsrichtlinien wurde mit einem geschickten Kunstgriff gelöst. So hat man alle modernen „Glasinstrumente“ in den beiden ehemaligen Kartenfächern untergebracht. Der Clou: Originale und moderne Instrumente stehen dem Piloten gleichzeitig zur Verfügung. Eine Redundanz in der Anzeigetafel, die so gewünscht ist. Auf diese Weise lässt sich Luftfahrtgeschichte sprichwörtlich authentisch erleben, bei gleichzeitiger Gewährleistung der Flugsicherheit. Für „Das Fliegende Museum“ ein durch und durch gelungenes Projekt.

Dank des finanziellen Engagements der Messerschmitt Stiftung und der technischen Leistungsfähigkeit des Flugmuseum Messerschmitt Teams ist die historische Luftfahrt um eine weitere Facette bereichert worden.

 

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Das fliegende Museum

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