FAKTEN

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Name Geri Krähenbühl (Nickname "K12"). // Jahrgang 1963. // Beruf Experimental Testpilot, Dipl. Ing. ETH Zürich. // Fliegt seit 1981. // Typen DH-110 Vampire, Hawker Hunter, F-5E, BAE Hawk, F/A-18, alle Pilatus PC Flugzeuge, TA-4J, T-2C, T-38, Citation 551 / 525, Eurofighter, Tornado, Me 262. // Lizenzen ATPL(A), Kunstflugberechtigung. // Display Typen Eurofighter, Me 262. // Gesamtflugstunden bis 2012 > 5200 h. // Besondere Erfahrungen Im Flight Test Geschäft seit 1991. Absolvent der USNTPS (US Navy Test Pilot School, distinguished graduate) Fellow bei der SETP (Society of Experimental Test Pilots). //

BERICHT

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Mein Name ist Geri Krähenbühl, „call sign: K-12“. Ich bin 50 Jahre alt, komme aus der Schweiz und fliege seit 1981. Meine Ausbildung habe ich in der Schweizerischen Flugwaffe, in der Schweizerischen Luftverkehrsschule und an der United States Naval Test Pilot School genossen. Ich besitze ein ATPL(A), eine Testflug- und eine Kunstflugberechtigung. Bis heute bin ich über 55 verschiedene Typen geflogen und habe 5.200 Flugstunden, davon 3.600 Stunden auf Jets. Einige Leckerbissen, auf denen ich fliegen durfte, waren: die Pilatus Flugzeuge, die DH-100 Vampire, die Hawker Siddeley Hunter, die Mirage III, die F-5, die F/A-18, die F-111, die F-16, die Boeing 707 und die North American P51 Mustang. Zur Zeit arbeite ich für Cassidian auf dem Tornado und dem Eurofighter, auf dem ich auch Displays fliege.
In der Messerschmitt Stiftung fliege ich seit 2010 die Me 262, auf der ich der Projektpilot bin. Da ich mit Oldtimern groß geworden bin, liebe ich es wieder einmal ein Flugzeug fliegen zu dürfen, das mit einem „spricht“. Die modernen Flugzeuge sind durch die Flugsteuerungscomputer so einfach zu fliegen, dass sie dem Piloten diese Aufgabe fast gänzlich abnehmen. An alten Mustern liebe ich, dass der Pilot viel vorausdenken und gut auf die subtile Sprache der Aerodynamik hören muss, um das Flugzeug ansprechend zu fliegen. Da es keinen Zweisitzer gab, wie man sie heute für die Schulung verwendet, musste ich alles alleine lernen wie die Piloten in früheren Zeiten. Die alten Hasen konnten mich mit guten Tipps auf den Erstflug vorbereiten, aber fliegen musste ich das Fluggerät selber.
Die Ingenieure von damals haben ein hervorragendes, leistungsstarkes und wegbereitendes Gerät gebaut, das aber leider nie fertig entwickelt wurde, was sich darin zeigt, dass das Beherrschen des Flugzeuges während der Vorführungen anspruchsvoll ist. Diese Herausforderung bereitet mir eine riesengroße Freude und Erfüllung. Ich möchte dieses Fliegen nicht mehr missen und genieße die zehn bis zwanzig Flüge, die ich im Jahr machen darf.
Die schönsten Flugshows waren für mich bisher die Veranstaltungen in Zeltweg – dies vor allem wegen der wunderschönen Kulisse – und in Hahnweide, wo ich das erste Mal mit einer Me 109 in Formation geflogen bin.
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Geri Krähenbühl in der Me 262
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Das fliegende Museum

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