FAKTEN

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Name Marc Frattini. // Jahrgang 1966. // Fliegt seit 1982. // Lizenzen ATPL, TP1, Kunstflug, GPL, FI. // Gesamtflugstunden bis 2012 4.800. // Geflogene Muster BR1150 „Breguet Atlantic", C160 „Transall", P3-C „Orion", C525 „Citation Jet". // Geflogene Muster im Flugmuseum Messerschmitt M17, Me108 „Taifun", Me163BS "Komet", HA200 „Saeta". // Fliegt seit 2005 für das Flugmuseum Messerschmitt. //

BERICHT

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Mein Name ist Marc Frattini und ich fliege beruflich als Testpilot bei der Fa. Airbus Defence & Space in Manching die Flugzeuge C160 „Transall" und P3-C „Orion". Darüber hinaus bin ich Segelfluglehrer bei der hiesigen Flugsportgruppe. Fliegerisch aktiv bin ich seit meinem 16. Lebensjahr.
Im Flugmuseum Messerschmitt fliege ich seit 2005. Angefangen bei der M17 über die HA200 und die Me163 fliege ich seit 2013 auch die Me108.
Die Fliegerei im Flugmuseum Messerschmitt erfüllt mich vor allem mit Stolz: Stolz, ein Mitglied in diesem Team zu sein, das mit sehr hoher Professionalität daran arbeitet, diese einzigartigen Stücke deutscher Ingenieurskunst „am Leben" sowie vor allem am Fliegen zu halten, um sie dem interessierten Publikum im Fluge demonstrieren zu können.
Diese historischen Flugzeuge heute zu betreiben, erfordert von allen Beteiligten (Technik wie Piloten) eine ganz besondere Aufmerksamkeit, Umsicht und viel Erfahrung, um einen sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten.
Dabei erfüllen mich die großartigen Leistungen der Entwickler der damaligen Zeit mit Bewunderung. Diese Flugzeuge wurden in einer Zeit entwickelt und gebaut, als Rechenschieber, ein paar Kurvenscharen, Pauspapier, Erfahrung und die Intuition anstatt aufwendiger Computer- und Simulationsprogramme das Handwerkszeug der Ingenieure waren.
Trotz aller Sorgfalt musste ich mit der M17 bereits zwei Notlandungen wegen Motorausfall durchführen. Beide verliefen zum Glück ohne Verletzungen, allerdings wurde bei einer das Flugzeug stark beschädigt. Ein Originalmotor von 1918 besitzt leider nicht die Zuverlässigkeit wie ein modernes Triebwerk.
Als besondere Herausforderung, aber auch als ganz besonderen fliegerischen Genuss empfand ich die Flüge in der Me163 „Komet". Für die Flugeigenschaften dieses Flugzeuges muss man dem Konstrukteur (Prof. Lippisch) höchste Anerkennung zollen. Durch die ungewöhnliche Form (Nurflügler) und fehlende Landehilfen erfordert das Flugzeug aber bei Start und Landung gleichzeitig höchste Konzentration und fliegerisches Können.
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Marc Frattini in der Me 163 (Nachbau als Segelflugzeug)
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Das fliegende Museum

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