Me 163 BS back in Manching

Verdiente „Dienstreise“ in spanischer HA 200 „Saeta“

über den Airbus Standorten Manching und Ottobrunn

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Foto „Nach dem 1-stündigen Flug vor der HA 200: links Dr. Lars Immisch, Airbus Defence & Space Human Resources; rechts Prof. Gero Madelung, Neffe von Willy Messerschmitt, Mitkonstrukteur der HA 200 und Beiratsvorsitzender der Messerschmitt Stiftung“.

Das Flugmuseum Messerschmitt wird bei Airshows oder Messen von den Airbus Leitungsmitgliedern und dem Vorstand der Messerschmitt Stiftung aufmerksam wahrgenommen. Die Displays sind überall gerne gesehen. Fliegt da doch ein Stück Airbus und Luftfahrtgeschichte am Himmel, in seinem Element, der Luft. Da wäre so mancher gerne im Cockpit mit dabei.

Für Flüge mit den Messerschmitt Flugzeugen kann man aber kein Ticket kaufen. Man muss sich dieses absolut faszinierende Erlebnis im wahrsten Sinne des Wortes erarbeiten, also verdienen, indem man sich für das Flugmuseum entscheidend einsetzt.

Am 29.05.2018 ergab sich für Dr. Lars Immisch, Head of Airbus Defence & Space Human Resources, auf Einladung der Messerschmitt Stiftung die außergewöhnliche Möglichkeit, in der HA 200 „Saeta“ auf eine ganz besondere „Dienstreise“, einen Einweisungsflug über den Airbus Standorten Manching und Ottobrunn zu gehen.

Früh wurden die Vorbereitungen wie der Check beim Fliegerarzt, das Anpassen der Ausrüstung, die Einweisung in das Cockpit und in den Flugablauf sowie das Besprechen der Flugroute bis zur Durchsprache der Sicherheitsbestimmungen und -verfahren absolviert.
Nach einem kleinen Imbiss ging es in die Praxiseinweisung an der HA 200 und in das Cockpit. Anschnallen inkl. Rettungsschirm, Einstellen der Pedale, Funk-Kommunikationstest und viele weitere Schritte wurden vorgenommen. Dann kam schließlich der große Moment: Kabinendach schließen und verriegeln – und plötzlich ist man „alleine“ mit der HA 200, nur im direkten Gesprächskontakt mit dem Piloten. Alles andere ist außerhalb des Cockpits und damit unendlich weit weg. Das Fliegen zieht jeden in seinen Bann.
Bei strahlendem Sonnenschein ging es hinauf in den blau-weißen bayerischen Himmel. Ein neues Gefühl für Dr. Lars Immisch, in einem über 50 Jahre alten Jet unterwegs zu sein. Er befand sich in bester Gesellschaft. Denn im Jahr 2000 saß bereits Tom Enders auf diesem Sitz bei einem Flug über Berlin.
Die HA 200, konstruiert von dem Luftfahrtpionier Willy Messerschmitt, war in den 50iger und 60iger Jahren bei der spanischen Luftwaffe eingesetzt. Dr. Immisch genoss den rund 1-stündigen Flug über München und Oberbayern. Nach der Landung in Manching begrüßte ihn Prof. Gero Madelung mit einem Blumenstrauß. Er ist der heute über 90-jährige, agile Neffe von Willy Messerschmitt und war seinerzeit als Mitkonstrukteur der HA 200 tätig.
Ein einmaliges Erlebnis der besonderen Art und eine bleibende Erinnerung an das Flugmuseum Messerschmitt in Manching – ein Mitflug mit der HA 200.


Team / Flugmuseum Messerschmitt

Foto: Team / Flugmuseum Messerschmitt

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Me 163 BS back in Manching

75-jähriges Jubiläum: Erstflug mit Jet-Triebwerken

Am 18. Juli 1942 ist erstmals das erste in Serie gebaute Jagdflugzeug mit reinem Strahlantrieb gestartet: die Me 262, deren originalgetreuer Nachbau heute noch im Flugmuseum Messerschmitt am Airbus-Standort in Manching zu besichtigen ist.

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Das Flugzeug war 1942 zukunftsweisende Hochtechnologie: zum einen wegen der Flugzeugkonzeption an sich, zum anderen wegen des neuartigen Strahlantriebs, der parallel zum Flugzeug mit entwickelt und zur Serienreife gebracht wurde. Bereits seit Mitte der 1930er Jahre gab es Diskussionen und Entwicklungen sowohl eines neuartigen Antriebs ohne Kolbenmotor und Propeller als auch einer aerodynamisch optimierten Flugzeugzelle mit dem Ziel, höhere Fluggeschwindigkeiten zu erreichen.
Als der erfahrene Testpilot, Fritz Wendel, am 18. Juli 1942 nach mehreren schnellen Rollversuchen theoretisch bei 180 km/h abheben sollte, klappte es jedoch nicht sofort. Wendel kam zu dem Schluss, dass der fehlende Propellerstrahl in Verbindung mit dem großen Anstellwinkel eine wirkungsvolle Anströmung des Höhenruders hinter dem Flügel ausschloss. Er legte seine ganze Erfahrung in die Waagschale und wendete einen Bremstrick an, durch den die Maschine nach vorne über kippte und ihre Fluglage erreichte. Ruderdruck und Ruderwirkung setzten ein, und das Flugzeug konnte abheben. Zwölf Minuten später landete er wieder wohlbehalten.
Ein wichtiger Schritt hin zum künftigen Düsenjäger war getan. Alle in diesen ersten Flügen kulminierenden grundlegenden Entwicklungs- und Designergebnisse, wie auch die weiterführenden Forschungs- und Erprobungsresultate waren prägend für die Luftfahrt von heute.
Weltweit sind neben statischen, originalen Me 262 in den Museen drei flugfähige Exemplare nachgebaut worden; zwei sind in privater Hand in den USA, die dritte flugfähige Me 262 wird im Flugmuseum Messerschmitt in Manching betrieben und ist dort ausgestellt.

Team / Flugmuseum Messerschmitt

Picture: Me 262 B1-A / Fighter aircraft / Replica
Picture by Markus Zinner
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Das fliegende Museum